Sonntag, 2. Dezember 2012

Vom Herbst in den Winter

02.12.12 – Der Winter ist da: Schnee
Es hat geschneit und ist genügend kalt, dass der Schnee nicht gleich wieder wegtaut, was bisher immer der Fall war. Zudem schien am Sonntag auch noch die Sonne. Barbara war in Brüssel zu einem Tanzkurs, weshalb ich mich allein auf den Weg durch die Schneelandschaft machte. Ich genoss das Knirschen des Schnees unter meinen Schuhen. So mag ich den Winter und es erinnert mich an meine Heimat. Der Unterschied ist, dass es hier mehr Wasser und mehr Berge gibt.

Schnee in Bergen


25.11.12 – Schötstuben
Die Eintrittskarte zum Hansemuseum erlaubte uns auch den Besuch der Schötstuben. Das waren die Gemeinschaftsräume der Hanseleute. Die Schötstube hat im Winter nur am Sonntag von 10-14 Uhr geöffnet, weshalb wir diese 2 Wochen nach dem Besuch des Hansemuseums besichtigten.
Danach krackselten wir noch den Berge hinauf zu einem Trinkwasserreservoir, welches kleiner als gedacht ausfiel.

Schötstube & Spaziergang


11.11.12 – Hansemuseum Bergen
Es war bescheidenes (=typisches) Bergen-Wetter. Also besuchten wir ein Museum. Die Wahl fiel auf das Hansemuseum, gleich bei uns um die Ecke. Die Deutschen hatten damals viel Einfluss in Bergen und lebten in einer Art Enklave mit eigenen Regeln und Gesetzen. Im Hanseviertel (incl. Bryggen) wurde Fisch der Norweger aufgekauft und nach Süden geschifft. Im Gegenzug belieferte man die Norweger mit Getreide und anderen Dingen, die sie schwer im eigenen Land erzeugen konnten. Mehr Informationen in den Fotos...

Hansemuseum Bergen


04.11.12 – Vilvite
Das Wochenende verwöhnte uns mit schönem Wetter, obwohl es recht kalt war. Wir beschlossen zum Vilvite-Center zu gehen, was eine Art interaktives Museum in der Nähe der Universität ist. Auf dem Weg dorthin kommt man in schöne Ecken von Bergen, z.B. durch eine Straße mit Häusern, welche sehr schöne Fassaden haben, oder einen recht schönen Park. Im Vilvite-Center kann man Naturwissenschaften oder Technik aktiv erleben. Es erinnert mich ein wenig an das Technische Museum in Berlin, ist aber noch mit viel mehr interaktiven Möglichkeiten ausgestattet. Es hat viel Spaß gemacht die verschiedenen Dinge auszuprobieren, obwohl es an einem Sonntag natürlich sehr überlaufen war.

Bergen & Vilvite-Center


31.10.12 – Halloween
Den ersten Schnee in Bergen gab es Ende Oktober. Meist war es aber so mild, dass dieser schnell wieder wegtaute. Nur die Berge blieben weiß.
Kürbisse sind in Norwegen nicht typisch und deshalb gibt es sie nur zu Halloween. Wir nutzten den Kürbis auch gleich für Kürbissuppe, was meine norwegischen Kollegen vom Hörensagen kennen. Barbara half im Geschäft unserer Vermieterin aus. Der Shop wurde nämlich in der Woche vor Halloween von Leuten gestürmt, welche sich für die Halloweenparty hübsch machen wollten. Sie kauften Kostüme, speziellen Schminke oder andere Sachen mit denen man sich ein gruseligen Aussehen verpassen kann. Da Halloween bei uns (noch) nicht so große Tradition ist, beließen wir es bei einem Kürbis und einem Halloween-Dessert.

Sonntag, 28. Oktober 2012

Über Bergen: Ulriken bis Floyen

13.10.2012
Nachdem Ronny und Sylvie Bergen am Donnerstag verlassen hatten, wurde das Wetter besser und die Sonne schien tagsüber ununterbrochen. Freitag Nachmittag kam Barbara von Ungarn zurück und wir beschlossen am Samstag unsere einst abgebrochene Wanderung vom Ulriken- bis zum Floyen-Berg in Angriff zu nehmen. Aufgrund des schönen Wetters sahen wir eine lange Warteschlange bei der Floyenbahn (die Seilbahnstation gleich bei uns um die Ecke, welche hinauf zum Floyen führt). Wir fuhren, wie schon einst, mit dem Bus zur Ulrikenseilbahnstation. Dort war auch eine lange Schlange und wir mussten fast eine Stunde warten, bis wir hinauf zum Ulriken fahren konnten. Die Tour vom Ulriken bis zumFloyen über das Vidden-Plateau sollte nach Plan 4-5 Stunden dauern. Tatsächlich brauchten wir 5,5 Stunden, da das Terrain nicht immer einfach war. Durch das schöne Wetter hatten wir jedoch eine herrliche Aussicht auf die umgebenen Berge und den Ozean. Durch die nicht eingeplante Wartezeit an der Ulrikenbahnstation, ging zum Ende der Wanderung die Sonne unter. Wir schafften es jedoch mit dem letzten Tageslicht zur Floyenbahn, mit der wir dann erschöpft hinunter nach Bergen fuhren.

Ulriken bis Floyen

Samstag, 27. Oktober 2012

1. Besuch in Bergen

Ronny & Sylvie kamen an einem Donnerstag nach Bergen, um uns zu besuchen. Nur leider war niemand da als sie ankamen. Barbara war in Ungarn und ich noch auf Korsika mit meiner Arbeitsgruppe. Unsere Vermieterin gab ihnen einen Schlüssel für unsere Wohnung. Ich kam dann Freitag Abend von Korsika zurück und wir aßen, tranken und erzählten...

06.10.12 – Flåm
Für das Wochenende hatte ich ein Auto gemietet. Am Samstag fuhren wir damit in die Berge nach Flåm, ein kleiner Ort nur 2,5 Fahrtstunden von Bergen entfernt. In diesem Ort startet die Flåmsbahn, ein Touristenmagnet, da es sich um eine steile Bahnstrecke durch ein wunderschönes Tal handelt. Die Bahn brauchte ca. 1 Stunde bis hinauf nach Myrdal (822m ü.NN) und hielt unterwegs kurz für 5 min an einem Wasserfall (Kjosfossen) fürs Fotoschießen an. In Myrdal hat man die Möglichkeit in die Bergen-Oslo-Bahn umzusteigen. Wir fuhren aber nach einem 20-minütigen Aufenthalt wieder zurück nach Flåm. Die ganze Tour kostete umgerechnet 'nur' 50 EUR.
Auf dem Rückweg nach Bergen hielten wir noch kurz an der Spitze des Nærøyfjords an und wanderten diesen ein Stück entlang. Der Nærøyfjord ist 17 km lang und einer der engsten Fjords Norwegens. In dem zum UNESCO Weltnaturerbe gehörenden Fjord sahen wir auch einige Robben herumschwimmen.

Flam

07.10.12 – Insel Sotra
Am Sonntag machten wir einen Ausflug zur Küste und fuhren auf die Insel Sotra. Da ich den Süden der Insel noch von meiner Chefin kannte (Sotra – Zwischenden Schären), fuhren wir Richtung Norden. Wir sahen einige wirklich schöne Küstenabschnitte und aßen an der Nordspitze der Insel unser mitgebrachtes Mittag. Auf dem Rückweg nach Bergen hielten wir noch am Küstenmuseum an. Dort schauten wir uns einen Film über das harte, damalige Leben der hiesigen Menschen an und einen anderen Film über den Bau einer TROLL-Gas- & Öl-Förderanlage. Die Förderanlage ist das größte jemals vom Menschen bewegte Gebäude. In den Ausstellungsräumen gab es etliche Informationen über die Küste, deren Natur und Bewohner.

schöner Küstenabschnitt auf Sotra

Rundumblick von einer Bergspitze

an der Nordspitze Sotras

08.10.2012 – Aquarium Bergen
Am Montag nach der Arbeit traf ich Ronny & Sylvie im Aquarium (gleich neben meinem Institut). Dort schauten wir uns die Seelöwenshow, die Schlangenfütterung und die Seehundshow an.

Aquarium

09.10.2012 – Austevoll & Floyen
Am Dienstag nahm ich die beiden mit zu meiner Forschungsstation auf der InselAustevoll. Früh am morgen fuhren wir mit dem Speedboot dort hin und erlebten den Sonnenaufgang. Ich zeigte den beiden die Station, machte kurz meine Arbeit und dann fuhren wir gegen Mittag mit dem Bus wieder zurück nach Bergen. Da wir gutes Wetter hatten (es regnete nicht), fuhren wir mit der Floyen-Bahn auf den Floyen(berg), ein Muss für jeden Bergentouristen. Von dort hat man ja den bekannten Ausblick auf das Stadtzentrum.

Fjordfahrt & Floyen

Mittwoch, 26. September 2012

Endlich mal wieder etwas Sonne

22. & 23.09.12
Nach 3-wöchigem Regenwetter meldete sich mal wieder die Sonne in Bergen. Leider war Barbara krank und ich stieg allein unseren ‚Hausberg‘ hinauf um im Wald nach Pilze zu schauen. Ich fand mehr Touristen als Pilze und machte dann doch eher eine Wanderung draus. Das Pilzesuchen ist auch nicht so einfach hier in den Bergen, wenn man jeden Moment von einem Felsvorsprung stürzen oder im Sumpf stecken bleiben kann. Ich vermisse meine schönen platten und trockenen Flämingwald! Aber ich habe gehört, dass es im Fläming zu trocken für Pilze ist. Also ich würde gern ein bisschen Regen nach Brandenburg schicken!
Am Sonntag flog Barbara wegen Arbeit nach Kiel und ich machte am Nachmittag einen kleinen Fotobummel durch die Stadt…

Bergen im Sonnenschein

Jachthafen-Panorama

Rundumblick von der Burganlage

Vågenbucht & Bryggen

ICES-Konferenz

17.-21.09.12
Während der Woche nahm ich an einer Wissenschaftskonferenz über marine Fischerei und Ökosysteme, der ICES-Konferenz, in Bergen teil. Ich hatte keinen eigenen Beitrag, aber meine Chefin Padmini meinte, es sei gut sich die Vorträge anzuhören und Leute kennenzulernen. Viele meiner Kollegen vom Institut waren Teilnehmer der Konferenz, welche in einem Tagungshotel durchgeführt wurde. Das Hotel bewirtete uns zur Mittagszeit auch mit einem köstlichen Buffet. Die Tagungsbeiträge waren sehr interessant und lehrreich und es gab auch ein kleines kulturelles Rahmenprogramm.

ICES-Konferenz

Kulturnacht & Tango Lab Workshop

14.-16.09.12
Am Freitag fand die Kulturnacht in Bergen statt. Überall wurden kulturelle Beiträge geboten. Auf der Fußgängermeile hatten sie eine Bühne aufgebaut, auf der verschiedene Tanzgruppen der Region ihr Können zeigten. Wir schauten uns unter anderem eine Tango-Darbietung vom Bergener Tangoclub an, an welcher auch unsere Lehrer (siehe weiter unten) teilnahmen. Besonders beeindruckend waren auch die Poledance-Darbietungen. Die armen, leicht bekleideten Damen taten mir bei der Kälte echt leid. Aber anscheinend kann einem dabei recht warm werden.
Am Samstag & Sonntag nahmen wir an einem Tango Workshop teil, bei denen wir die Feinheiten der Drehungen (Giros) erlernten. Wir waren 8 Pärchen und unsere Lehrer Oliver (ursprünglich aus Ungarn aber nun in Wien wohnend und in Bergen zu Besuch) und Anabell (Norwegerin, welche auch Tangounterricht gibt) waren sehr gut in ihren Erklärungen (auf englisch-norwegisch-deutsch-ungarisch-mix).

Tango Workshop

Bergener Stadttage

08. & 09.09.12
Mich hatte eine Erkältung stark erwischt, weshalb wir nicht viel unternehmen konnten. In Bergen fanden am Wochenende die Stadttage statt, an denen so einiges in der Stadt organisiert wurde. Gleich bei uns um die Ecke, in Bryggen, war ein Bierfestival (Ølfestival). Bei diesem standen die Leute nur rum und tranken verschiedene Biersorten aus für mein Empfinden zu kleinen Gläsern. Aufgrund meiner Erkältung verzichtete ich auf die mickrigen Gläser und den wahrscheinlich überteuerten Spaß. Vor Bryggen wurde ein Essenmarkt (Matfestival) aufgebaut, an dessen Ständen man regionale Produkte, meist Fleisch, Fisch, Marmelade und Honig, kaufen konnte. Auf dem Burggelände wurde die Bergenhusdagene (Mittelalterspektakel) veranstaltet. Im Vergleich zu den Mittelalterspektakeln auf Burg Rabenstein und Eisenhardt war dieses recht klein. Aber man konnte doch einiges sehen, siehe Fotos…

Bergener Stadtfestival

Montag, 3. September 2012

Ulriken

01.09.12
Am Samstag beschlossen wir spontan wandern zu gehen. Eigentlich hatten wir das am Sonntag vor, aber nach dem Wetterbericht zu urteilen (wenn man diesem vertrauen möchte, denn er war schon oft verkehrt) sollte am Nachmittag eine Regenfront vom Atlantik herankommen, welche uns die nächsten Tage mit Regen versorgen soll (und diesmal hatte der Wetterbericht leider recht). Wir fuhren mit dem Bus zur Seilbahnstation des Ulriken, dem höchsten der 7 Berge, welche die Stadt Bergen umgeben. Im Bus kamen wir mit einem australischen Ehepaar ins Gespräch. Sie kamen aus Adelaide, der gleichen Stadt in der Barbaras Bruder momentan lebt. Zufälle gibt es, oder 'die Welt ist doch nur ein Dorf'. Wir fanden gemeinsam die Seilbahnstation und fuhren mit der Gondel bis zur Spitze des 643 Meter hohen Bergs. Von dort hatte man einen fantastischen Blick über die gesamte Stadt.

Panoramaaussicht vom Ulriken

Es herrschte sehr starker Wind, der zum Glück die Wolken vom Gipfel fernhielt, denn oft habe ich den Gipfel des Ulriken schon im Nebel bzw. den Wolken gesehen. Der Wind hatte allerdings den Nachteil, dass es ziemlich kalt auf dem Gipfel war. Wir hatten eigentlich eine 5stündige Tour über das Plateau des Ulriken mit zum Teil anspruchsvoller Route vor, entschieden uns dann aber doch für den Abstieg auf einer 'moderaten' Rute. 'Moderat' hier würde aber in Deutschland schon 'anspruchsvoll' bedeuten. Teilweise mussten wir ganz schön klettern. Irgendwann kam dann auch der Nieselregen und machte die Felsen glitschig. So brauchten wir schon 2,5 Stunden bis runter und ich habe noch 2 Tage später Muskelkater. Anfangs liefen (und oft kletterten) wir durch eher freies Gelände, später durch feuchten Wald, der fast an tropischen Regenwald erinnerte, wenn es doch nur nicht so kalt gewesen wäre. Ich schätze wir hatten so um die 10°C. Die Feuchtigkeit stimmte jedoch

Samstag, 1. September 2012

Auf Austevoll – Wochenende und danach

25.-29.08.12
Am Wochenende war das Wetter auf Austevoll eher bescheiden. Am Samstag regnete es, sodass wir nur eine kleine Runde mit dem Kajak fuhren und ansonsten die Zeit im Apartment verbrachten. Am Sonntag war es sonnig und wir wollten den zweitgrößten Ort der Insel, Bekkjarvik (einige 100 Einwohner), besuchen. Ohne eigenes Auto wollten wir die 15 km dorthin trampen. Nach einer Stunde Laufen auf der Straße Richtung Bekkjarvik und vergeblichen Daumen nach oben halten bei ca. 15 vorbeifahrenden Autos gaben wir auf und gingen wieder zurück, diesmal ohne den Daumen. Na ja, so viel zur Freundlichkeit der Norweger. Zur Verteidigung muss man aber sagen, dass sie in ihren Pickups und Kleinbussen eben oft nur 2 und nicht 3 Sitze vorne hatten.
Wieder bei der Forschungsstation wollten wir stattdessen wieder mit dem Kajak los. Leider war solch ein starker Wind, dass wir unsere Tour (das zweite Mal) stark verkürzen mussten. Mit dem Wetter ist es eben nicht so einfach...

Auf der Arbeit ging es auch nicht so richtig voran. Wir hatten die Krill-Fallen über das Wochenende draußen im Meer. Der Krill hatte nun 3 Nächte Zeit in unsere von innen beleuchteten Kanister zu schwimmen. Aber die kleinen Viecher scherten sich nicht darum und blieben aus. Deshalb entschied ich mich, schon am Mittwoch wieder nach Bergen zurückzukehren.
Am Montag Nachmittag war jedoch noch mal schönes Wetter und wir fuhren mit dem Bus (die nun mal nur an Werktagen fahren) nach Bekkjarvik. Der Ort ist wirklich schön und hat wohl vor nicht allzu langer Zeit einen Wettbewerb gewonnen. Es wird auch kräftig an einer neuen und ziemlich modernen Wohnanlage gebaut. Im Ort befanden sich eine Galerie, welche Kunstwerke norwegischer Künstler vorstellte und ein Einkaufszentrum mit integriertem Museum im zweiten Stock. 
 
Komplettpanorama am Hafen von Bekkjarvik

Panorama des Hafenbeckens in Bekkjarvik

Bekkjarvik auf Austevoll

Samstag, 25. August 2012

Forschungsstation Austevoll – 1. Woche

20.-24.08.12
Es war Zeit für mich zur Außenstation meines Instituts aufzubrechen. Die Forschungsstation liegt ca. 1 Stunde entfernt von Bergen auf der Insel Austevoll. Ich soll dort meine Experimente am Krill durchführen, da Bergen nicht die nötigen Einrichtungen dafür bietet. Ich mietete ein Apartment gleich neben der Forschungsstation und Barbara begleitete mich. Das Apartment ist mit allem eingerichtet, was man auch für längere Aufenthalte braucht: Waschmaschine, Küche mit Geschirrspüler, Herd und Kühlschrank mit Gefrierfach, nur eine Mikrowelle fehlt. Es gibt zwar einen Fernseher (den wir nicht nutzen), aber leider keine Couch zum gemütlichen Sitzen am Abend. Aber ich bin ja auch zum Arbeiten hierhergekommen ;-)

Die Forschungsstation ist in zwei Standorte aufgeteilt, einem Hauptgebäude, wo die Büros und die Labors untergebracht sind:

klick zum vergrößern

Und einem zweiten Teil (Sauaneset), wo die Kulturen gehalten werden:

klick für Photosynth-Panorama

klick für Photosynth-Panorama

In den Baracken werden hier einzellige Algen in riesigen Plastiksäcken, Zooplankton (kleine Krebstierchen, welche die Algen fressen, zumeist Copepoden) in riesigen Tanks und verschiedene Jung-Fische in abgeschirmten Netzen im Meer gehalten.

Meine Aufgabe besteht ja darin, mich mit dem Krill zu beschäftigen, den man (noch) nicht in Kultur halten kann. Deshalb versuchen wir den Krill mit umgebauten Plastikkanistern hier im Meer, quasi vor der Haustür, über Nacht zu fangen. Als Lockmittel dient eine kleine Lampe innerhalb des Kanisters. Leider macht sich der Krill momentan rar und ich bin mehr mit dem Aufbau der experimentellen Ausrüstung beschäftigt.

Forschungsstation Austevoll

Nun ist Wochenende und mal sehen, was wir hier so machen können...

Donnerstag, 23. August 2012

Bergenmuseum & Stabkirche

19.08.12
Eigentlich wollten wir wandern gehen, aber da es ein wenig regnete, entschlossen wir uns ins Bergenmuseum zu gehen. Das Bergenmuseum besteht aus zwei Museen, dem Naturkundemuseum und den kulturhistorischen Sammlungen. Das Highlight im Naturkundemuseum ist die Walhalle, an deren Decke viele Skelette verschiedener Walarten hängen. Da Norwegen einmal sehr aktiv im Walfang war (und teilweise immer noch ist), kann man im Museum eine Kollektion an Walskeletten betrachten, welche man unter dem heutigen Schutz der Wale wohl nicht mehr in dieser Form zusammenstellen könnte. Das Museum ist recht ‚old school‘ eingerichtet und es gibt wenig interaktive Elemente, welche man von heutigen Museen (zumindest in Deutschland) gewohnt ist. Trotzdem war es interessant, Gegenstände zu sehen, welche schon zum Teil vor über 100 Jahren so ausgestellt wurden. Für die kulturhistorischen Sammlungen hatten wir leider nicht viel Zeit, da das Museum schon um 16 Uhr schloss. Es zeigte z.B. das Leben der Wikinger, Trachten der Norweger und viele religiöse Artefakte.
Danach war das Wetter recht schön, was hier bedeutet, dass es nicht regnet, die Sonne ab und zu mal scheint und es ca. 20°C warm ist (während die Leute in Deutschland momentan bei 35°C schwitzen). Wir fuhren deshalb mit der Bybanen, der einzigen Straßenbahn hier in Bergen, nach Fantoft, dem hiesigen Studentenwohnungsviertel. Von dort waren es nur 10 min zu Fuß zu einer netten kleinen Stabkirche mitten im Wald. Die Stabkirchen werden so genannt, weil die Wände aus senkrecht stehenden Stäben gebildet werden. Diese frühe Bauweise christlicher Kirchen war in Skandinavien einst weit verbreitet. Die von uns besuchte Stabkirche war in den 90er Jahren komplett abgebrannt und wurde danach wieder neu aufgebaut.

Bergenmuseum & Stabkirche

Lepramuseum

18.08.12
Es regnete an jenem Samstag, weshalb wir ins Lepramuseum unweit unserer Wohnung gingen. Beim Museum handelt es sich um ein ehemaliges Leprahospital, in welchem Leprakranke wohnten, arbeiteten und gepflegt wurden. Westnorwegen hatte eine der höchsten Dichten an Leprakranken im späten Mittelalter in Europa, weshalb dort verstärkt Lepraforschung stattfand. Der Norweger Armauer Hansen entdeckte als erster den Krankheitserreger der Lepra im Jahre 1873, was einen immensen Fortschritt bei der Bekämpfung der Krankheit darstellte. Anfangs ging man nämlich unter anderem von einer erblichen Krankheit aus, bis der Nachweis einer bakteriellen Infektionskrankheit von Hansen gelang. Es gibt verschiedene Formen der Lepra, und eine Erkrankung muss nicht unbedingt zu einer verkürzten Lebenserwartung führen. Manche Leprakranke im Bergener Hospital wurden über 70 Jahre alt, auch wenn sie sich 40 Jahre zuvor ansteckten. Es folgen nun ein paar Fotos vom Lepramuseum, aber keine Angst, die ekligen Bilder habe ich weggelassen... 

Lepramuseum

Montag, 20. August 2012

In der City

15. & 17.08.12
Wenn in Bergen die Sonne scheint muss man das gleich ausnutzen. Meine Arbeitszeit im Sommer geht ja nur von 8 bis 15 Uhr. Danach bleibt einem noch genug Zeit, durch die Stadt zu streifen. Einen Nachmittag suchten wir einen ‚Verkaufsstand‘ von selbstgemachten Plätzchen angepriesen auf couchsurfing.org und facebook.com. Dabei handelte es sich um einen alten, schön restaurierten Vogelkäfig, welcher an einen Baum gebunden die Plätzchen und eine Karte enthielt. Daneben baumelte eine Dose als Vertrauenskasse. Auf der Karte stand geschrieben:
„Der Bergen Plätzchen Traum - Selbstgemachte Plätzchen aus Skuteviksveien
Vielleicht hast du die kleinen Stufen in der Mitte der alten Straße bemerkt, welche hier Skuteviksveien genannt werden. Sie wurden hunderte Jahre zuvor für die Pferde gemacht. Das inspirierte uns ein paar Pferdeplätzchen zu machen, welche du mitnehmen kannst. Wenn du es dir leisten kannst, packe bitte 30 Kronen oder 4 Euro in die Box mit dem Herz. Es ist ein Experiment in Vertrauen und wir hoffen du magst es. Mehr auf facebook. Danke schön.“
Gleich um die Ecke unseres Hauses kann man auf die Mauern der Burganlage gehen. Von dort hat man eine schöne Aussicht auf Teile der Stadt. Außerdem kann man sich dort schön Sonnen oder ein Picknick machen.

Bergen III

Bergen hat auch etliche alte, gut erhaltene Gebäude, wie den Hauptbahnhof, die Bibliothek und viele Kirchen. In den Straßen ist bei Sonnenschein immer was los. Vor allem in der letzten Woche war hier Ausnahmezustand, da die Studienanfänger die Stadt in eine Partymeile verwandeln. In vielen Häusern finden laute Privatpartys statt und auch draußen grölen und schreien die mehr oder weniger betrunkenen Jungstudenten herum. Die Studis verkleiden sich auch für die Partys, meistens im Römerstyle mit Tugas. Und sie feiern hier wirklich eine ganze Woche exzessiv!

Bergen IV

Fjorde & Bergregion bei Modalen

12.08.12
An diesem Sonntag sollte herrliches Wetter werden. Deshalb entschlossen wir uns eine kombinierte Fjord-Berg-Tour zu machen. Mit dem Boot fuhren wir von Bergen aus 2 Stunden nach Modalen, einem kleinen Ort am Rande der Welt, oder besser gesagt, an der Spitze eines Fjords. In Bergen war es ziemlich bewölkt und nebelig. Aber je näher wir dem Fjord kamen, desto mehr klarte es auf und schließlich kam die Sonne heraus. Die Aussichten vom Boot waren beeindruckend.
In Modalen angekommen hatten wir eine Stunde, um den kleinen Ort zu erkunden. Die meisten Häuser befanden sich an der Anlegestelle. Dort gab es ein Café und gleich daneben einen kleinen Sandstrand, was für Norwegen eher untypisch ist. Am Rande des Ortes gab es auch einen sehr langen Wasserfall zu bestaunen. Modalen ist wirklich nahe der puren Idylle. Der Ort scheint auch recht reich zu sein, was uns später unsere Busfahrerin erzählte. Zum Beispiel gibt es dort freies Internet für alle Gemeindeangehörige. 
Mit dem Bus fuhren wir über die Berge zurück nach Bergen. Die Busfahrerin erzählte viel Wissenswertes über die Region um Modalen und gab auch generelle Informationen über das Leben in Norwegen zum Besten. Sie zeigte uns auch einige ‚echte‘ Trolle in Form von Felssteinen. Die Trolle erscheinen nämlich nur alle 100 Jahre und werden im Sonnenlicht zu Stein. Mit viel Fantasie kann man eine ganze Menge Trolle in den Bergen erkennen. Auf der 3-stündigen Bustour hielten wir nur zweimal für einen Fotostopp an. Manchmal wurde mir echt angst und bange wie wir mit dem großen Touristenbus die extrem schmale Straße mit 20% Neigung hinunterfuhren. Oft mussten wir oder die entgegenkommenden Autos den Rückwärtsgang einlegen und bis zu einer breiteren Straßenstelle zurücksetzen.

Modalen
 

Samstag, 18. August 2012

Sotra – Zwischen den Schären

11.08.12
Meine Chefin Padmini lud Barbara und mich am Samstag zu ihrem Gartenhäuschen auf der Insel Sotra ein. Padmini holte uns mit dem Auto ab und ihre Datsche lag nur ca. 45 min vom Zentrum Bergens entfernt. Es war ein herrlich sonniger Tag und ich befürchtete schon einen Sonnenbrand. Bei der Datsche angekommen, begrüsste uns ihr Mann Atle und wir verbrachten eine Weile auf der Veranda. Danach fuhren wir mit dem Boot in nur 5 min zu dem nahe gelegenen Ort Glesvaer, wo ein Markt stattfand. Glesvaer als Ort zu bezeichnen ist auch etwas zu viel des Guten. Es handelt sich lediglich um eine Ansammlung von Häusern rund um ein nettes Café, welches jeden Tag von 11 bis 23 Uhr geöffnet ist.

Super-3D-Panoramaview (benötigt evtl. Installation von MS Silverlight)

Auf dem Markt traten auch Musikgruppen ganz unterschiedlicher Art auf, von traditioneller Musik bis Rock. Es gab etliche Stände an denen allerlei Kram und Kunst verkauft wurde. Natürlich gab es auch genug Essstände, damit niemand verhungern muss. Außer vielen Varianten von Fisch und Krabben sind auch süße Sachen, wie kleine Eierkuchen sehr typisch.
Wir verließen den Markt und machten eine Tour mit dem Boot durch die Schären(inseln). Zwischen den Schären befanden sich traumhafte Stellen mit flachem Wasser. Manche Leute baden dort auch, aber 13°C sind mir dann doch einfach zu kalt.

Sotra

Wieder zurück in der Datsche kochten Padmini und ihr Mann für uns. Nach dem Abendessen blieben wir noch lang und unterhielten uns über alles mögliche bevor uns Padmini wieder nach Bergen brachte.

Mittwoch, 15. August 2012

In den Bergen Bergens...

05.08.12
Am Sonntag Morgen schien die Sonne, die Gelegenheit, um endlich mit der Floibanen (eine Standseilbahn) auf den Berg Floyen zu fahren. Mit der Morgensonne im Rücken hat man vom Floyen einen herrlichen Blick auf das Stadtzentrum von Bergen. Deshalb ist die Floibanen auch mit die beliebteste Touristenattraktion. Mehrere hunderttausend Touristen bringt die Bahn jährlich zur Aufsichtsplattform.
Oben angekommen hat man mehrere Wanderwege zur Auswahl. Wir machten eine kurze Wanderung zu einem kleinen idyllischen See inmitten des Waldes. Das Wetter und die Natur waren großartig. Auch die ein oder andere interessante Sache konnte man am Wegesrand bestaunen, bevor wir uns auf den Abstieg nach Bergen machten...

Floyen

Donnerstag, 2. August 2012

Der erste Erkundungsrundgang...

28.07.12
Nach einer erholsamen Nacht im zu weichem neuen Bett, begrüsste uns Bergen mit seiner (wahrscheinlich seltenen) sonnigen Seite. Es war so warm, dass ich sogar kurze Hosen tragen konnte, T-Shirt war nur in der Sonne angenehm.
Nach zwei Minuten zu Fuß von unserer Wohnung waren wir schon in Bryggen, einer der bekanntesten Sehenswürdigkeiten in Bergen. Dabei handelt es sich um alte Holzhäuser ehemaliger deutscher Hanse-Kaufleute. Auf dem Kai vor Bryggen gibt es nette Cafés, welche bei Sonnenschein voll mit Leuten sind. Am Ende der Bucht befindet sich der Fischmarkt mit einer Unmenge an Ständen, an denen man von Krabben, Hummern bis Walfleisch alles erdenkliche aus dem Meer essen kann. Bei dem wunderschönen Wetter war die Stadt voll mit Leuten, welche sich in den Einkaufsstrassen und an anderen Marktständen tummelten. Die Stadt ist an manchen Stellen schön grün und umgeben von Bergen, aber schaut euch einfach die Fotos an...

Bergen I

Montag, 30. Juli 2012

Auf nach Bergen in Norwegen!


Eine kurze Erklärung zu.. Warum eigentlich Bergen in Norwegen?
Im Mai war eine meiner Bewerbungen nach einem telefonischen Interview erfolgreich. Es handelt sich dabei um eine dreijährige Wissenschaftler-Stelle (PostDoc-Stelle) am Marineforschungsinstitut in Bergen. In Bergen auf Rügen gibt es kein Forschungsinstitut, somit handelt es sich also um das Bergen in Norwegen. Damit einhergehend sollte ich also demnächst nach Norwegen umziehen. Zum Glück musste ich erst Ende Juli nach Bergen ziehen, denn ich war ja erst Ende März nach Kiel gezogen. Barbara konnte ihren Arbeitsplatz auch nach Bergen verlegen, weshalb wir uns dann beide nach unserer Konferenz in Japan (ASLO-Konferenz am Biwasee in Japan) auf den Weg nach Norwegen machten.


Vor der Reise...

25.07.12
Nachdem alles ab- und umgemeldet war mussten wir 'nur' noch unsere gesamte Wohnung in Kiel ausräumen und das Mietauto mit unserem 'nötigsten' Kram vollpacken. Schon am Tag zuvor hatten wir etliche unserer Sachen zusammengepackt. Am Vormittag sollte dann noch der Rest gepackt werden und ich fing an die sehr sperrigen Möbel grob auseinanderzubauen. Am Nachmittag hatte ich zwei Studenten bestellt, welche uns halfen, die Möbel für den Sperrmüll an die Strasse zu stellen und die schwersten Kisten runterzuschleppen. Diese Investition hatte sich auf jeden Fall gelohnt, wenn man den 5 Stock, das warme Klima und die davonrennende Zeit berücksichtigt. Danach holte ich das Mietauto von Europcar ab. Irgendwie hatte ich mir einen Skoda Fabia Combi vom Fassungsvermögen dann doch etwas größer vorgestellt. So mussten wir etliche Sachen mit einem weinenden Auge auf den schon recht großen Sperrmüllhaufen packen. Dann hieß es also den Kofferraum bis zum Anschlag vollstopfen. Und wenn ich meine Anschlag, dann bedeutet das, dass wirklich jede noch so kleine Lücke mit irgendetwas vollgestopft wurde. Die Karre sah schon fast ein wenig überladen aus. Egal, noch mehr wegschmeißen war nicht drin, oder besser gesagt, will man dann auch nicht. Nun musste man sich die Nacht nur noch Sorgen um die teuren PCs im Auto machen. Spät abends hieß es dann noch kurz die Wegstrecke einstudieren, denn ein Navi oder eine Karte hatten wir nicht, nur eine Google.maps-Wegbeschreibung. Aber der Weg sollte eigentlich gut ausgeschildert sein...


Die Reise beginnt...

26.-27.07.12
Nach ca. vier Stunden Schlaf klingelte der Wecker um 5 Uhr morgens. Nach dem Zähneputzen noch schnell die Rucksäcke ins Auto gequetscht, einen Energiedrink an der Tanke gekauft und ab ging die Fahrt Richtung Dänemark. In Dänemark war dann plötzlich Vollsperrung der Autobahn und ich bangte um unsere gebuchte Fähre. Man sollte eine Stunde vor der Fährabfahrt dort sein und ich hatte eine halbe Stunde extra für Eventualitäten eingeplant, aber keinen stundenlangen Stau. Da fielen mir die meine vorherigen Norwegenreisen ein, bei denen der Schmie immer auf 3 Stunden Pufferzeit zur Fähre bestanden hatte. Schwitzend im Stau stehend begriff ich zumindest diese Vorsichtsmaßnahme. Zum Glück löste sich der Stau nach einer halben Stunde auf und wir machten eine Punktlandung an der Fähre, was die Zeit betraf.
Die Fähre fuhr in 3:15 Stunden von Hirtshals (Nordzipfel Dänemarks) nach Kristiansund (Südecke Norwegens). Ich schlief etwas auf unserer Superspeed-Fähre von Colorline, da ich schon auf den Strassen Dänemarks fast in den Sekundenschlaf gefallen bin. Dann kam der eigentlich wirklich kritische Teil, der Zoll. Wenn man nach Norwegen umzieht, braucht man nämlich eigentlich eine Liste mit allen zollpflichtigen Sachen, welche man einführt. Zudem dürfen technische Geräte nicht jünger als ein Jahr sein, wenn man diese zollfrei einführen möchte. Hm, die Liste hatten wir natürlich nicht und drei unserer mitgeführten Computer waren jünger als ein Jahr. Ich kam dann wirklich ins Schwitzen als ich beim verlassen der Fähre die Leute vom Zoll die Stichprobenautos rauswinken sah. Ich kam mit dem Auto näher und der Zollbeamte fixierte mich kurz, dann winkte er doch erst das Auto nach uns heraus. Ich hätte fast einen Luftsprung vor Freude im Auto gemacht, ersparte uns das doch potentiellen Ärger und vor allem ein Auspacken (und natürlich wieder einpacken) unserer kompletten Fracht. Nach diesem Thriller ging es dann noch ein paar Stunden weiter die E39 Richtung Bergen. Schließlich fanden wir einen netten Campingplatz zum Übernachten und bauten unendlich müde unser Zelt auf...
7 Uhr am nächsten Tag ging es dann weiter Richtung Bergen. Und schon kam das nächste unvorhergesehene Ereignis. Eine automatische Mautstation, welche anscheinend nur ein Foto schießt. Ich konnte nur hindurchfahren und mich fragen, wie sie mir wohl automatisch die Mautgebühren zukommen lassen wollen. Bei der nächsten Tankstelle fragte ich dann nach und man sagte mir, dass ich die Rechnung irgendwie zugeschickt bekomme, man aber nicht im Vorraus bezahlen kann. Später fand ich dann heraus, dass man sich im Internet mit dem Autokennzeichen registieren sollte und die Gebühren dann später von der angegebenen Kreditkarte abgebucht werden. Zum Glück konnte man das auch noch nachträglich machen.

Fahrt nach Bergen

Auf dem weiteren Weg passierten wir noch 2 Fähren von jeweils 30 und 45 min und etliche kilometerlange Tunnel. Manche waren Unterwassertunnel und echt der Hammer. Es ging im steilen Winkel bergab in die Erde, als ob man zum Mittelpunkt fahren würde und danach wieder im steilen Winkel bergauf. Also Tunnel bauen können die Norweger! Nach 5 Stunden Fahrt waren wir dann endlich in Bergen und wir fanden doch tatsächlich sofort zu unserem neuen Domizil, ohne uns zu verfahren. Die Wohnungseigentümerin Henny hat einen Laden im Erdgeschoss (mehr dazu in einem späteren Blogeintrag) und half uns zusammen mit ihrem Mann Raby beim Auspacken des Autos. Bergen begrüsste uns dabei mit seinem natürlichen Wetter: Regen. Danach brachte ich das Mietauto zu Europcar. Zum Glück gab mir Henny ihr Navi, da ich vergessen hatte mir zu notieren, wo genau die Europcar-Station in Bergen ist. Wieder zurück in unserer neuen Wohnung packten wir noch ein wenig die Sachen aus dem Weg und gingen extrem erschöpft ins Bett.