19.08.12
Eigentlich wollten wir wandern gehen, aber da es
ein wenig regnete, entschlossen wir uns ins Bergenmuseum zu gehen. Das
Bergenmuseum besteht aus zwei Museen, dem Naturkundemuseum und den kulturhistorischen
Sammlungen. Das Highlight im Naturkundemuseum ist die Walhalle, an deren Decke
viele Skelette verschiedener Walarten hängen. Da Norwegen einmal sehr aktiv im
Walfang war (und teilweise immer noch ist), kann man im Museum eine Kollektion
an Walskeletten betrachten, welche man unter dem heutigen Schutz der Wale wohl
nicht mehr in dieser Form zusammenstellen könnte. Das Museum ist recht ‚old
school‘ eingerichtet und es gibt wenig interaktive Elemente, welche man von
heutigen Museen (zumindest in Deutschland) gewohnt ist. Trotzdem war es
interessant, Gegenstände zu sehen, welche schon zum Teil vor über 100 Jahren so
ausgestellt wurden. Für die kulturhistorischen Sammlungen hatten wir leider
nicht viel Zeit, da das Museum schon um 16 Uhr schloss. Es zeigte z.B. das
Leben der Wikinger, Trachten der Norweger und viele religiöse Artefakte.
Danach war das Wetter recht schön, was hier
bedeutet, dass es nicht regnet, die Sonne ab und zu mal scheint und es ca. 20°C
warm ist (während die Leute in Deutschland momentan bei 35°C schwitzen). Wir
fuhren deshalb mit der Bybanen, der einzigen Straßenbahn hier in Bergen, nach
Fantoft, dem hiesigen Studentenwohnungsviertel. Von dort waren es nur 10 min zu
Fuß zu einer netten kleinen Stabkirche mitten im Wald. Die Stabkirchen werden
so genannt, weil die Wände aus senkrecht stehenden Stäben gebildet werden. Diese frühe
Bauweise christlicher Kirchen war in Skandinavien einst weit verbreitet. Die
von uns besuchte Stabkirche war in den 90er Jahren komplett abgebrannt und
wurde danach wieder neu aufgebaut.
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| Bergenmuseum & Stabkirche |

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