Donnerstag, 23. August 2012

Bergenmuseum & Stabkirche

19.08.12
Eigentlich wollten wir wandern gehen, aber da es ein wenig regnete, entschlossen wir uns ins Bergenmuseum zu gehen. Das Bergenmuseum besteht aus zwei Museen, dem Naturkundemuseum und den kulturhistorischen Sammlungen. Das Highlight im Naturkundemuseum ist die Walhalle, an deren Decke viele Skelette verschiedener Walarten hängen. Da Norwegen einmal sehr aktiv im Walfang war (und teilweise immer noch ist), kann man im Museum eine Kollektion an Walskeletten betrachten, welche man unter dem heutigen Schutz der Wale wohl nicht mehr in dieser Form zusammenstellen könnte. Das Museum ist recht ‚old school‘ eingerichtet und es gibt wenig interaktive Elemente, welche man von heutigen Museen (zumindest in Deutschland) gewohnt ist. Trotzdem war es interessant, Gegenstände zu sehen, welche schon zum Teil vor über 100 Jahren so ausgestellt wurden. Für die kulturhistorischen Sammlungen hatten wir leider nicht viel Zeit, da das Museum schon um 16 Uhr schloss. Es zeigte z.B. das Leben der Wikinger, Trachten der Norweger und viele religiöse Artefakte.
Danach war das Wetter recht schön, was hier bedeutet, dass es nicht regnet, die Sonne ab und zu mal scheint und es ca. 20°C warm ist (während die Leute in Deutschland momentan bei 35°C schwitzen). Wir fuhren deshalb mit der Bybanen, der einzigen Straßenbahn hier in Bergen, nach Fantoft, dem hiesigen Studentenwohnungsviertel. Von dort waren es nur 10 min zu Fuß zu einer netten kleinen Stabkirche mitten im Wald. Die Stabkirchen werden so genannt, weil die Wände aus senkrecht stehenden Stäben gebildet werden. Diese frühe Bauweise christlicher Kirchen war in Skandinavien einst weit verbreitet. Die von uns besuchte Stabkirche war in den 90er Jahren komplett abgebrannt und wurde danach wieder neu aufgebaut.

Bergenmuseum & Stabkirche

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