01.09.12
Am Samstag beschlossen wir
spontan wandern zu gehen. Eigentlich hatten wir das am Sonntag vor,
aber nach dem Wetterbericht zu urteilen (wenn man diesem vertrauen
möchte, denn er war schon oft verkehrt) sollte am Nachmittag eine
Regenfront vom Atlantik herankommen, welche uns die nächsten Tage
mit Regen versorgen soll (und diesmal hatte der Wetterbericht leider
recht). Wir fuhren mit dem Bus zur Seilbahnstation des Ulriken, dem
höchsten der 7 Berge, welche die Stadt Bergen umgeben. Im Bus kamen
wir mit einem australischen Ehepaar ins Gespräch. Sie kamen aus
Adelaide, der gleichen Stadt in der Barbaras Bruder momentan lebt.
Zufälle gibt es, oder 'die Welt ist doch nur ein Dorf'. Wir fanden
gemeinsam die Seilbahnstation und fuhren mit der Gondel bis zur
Spitze des 643 Meter hohen Bergs. Von dort hatte man einen
fantastischen Blick über die gesamte Stadt.
Panoramaaussicht vom Ulriken
Es herrschte sehr starker
Wind, der zum Glück die Wolken vom Gipfel fernhielt, denn oft habe
ich den Gipfel des Ulriken schon im Nebel bzw. den Wolken gesehen.
Der Wind hatte allerdings den Nachteil, dass es ziemlich kalt auf dem
Gipfel war. Wir hatten eigentlich eine 5stündige Tour über das
Plateau des Ulriken mit zum Teil anspruchsvoller Route vor,
entschieden uns dann aber doch für den Abstieg auf einer 'moderaten'
Rute. 'Moderat' hier würde aber in Deutschland schon 'anspruchsvoll'
bedeuten. Teilweise mussten wir ganz schön klettern. Irgendwann kam
dann auch der Nieselregen und machte die Felsen glitschig. So
brauchten wir schon 2,5 Stunden bis runter und ich habe noch 2 Tage
später Muskelkater. Anfangs liefen (und oft kletterten) wir durch
eher freies Gelände, später durch feuchten Wald, der fast an
tropischen Regenwald erinnerte, wenn es doch nur nicht so kalt
gewesen wäre. Ich schätze wir hatten so um die 10°C. Die
Feuchtigkeit stimmte jedoch


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